AmmerbrückeAlte EisenbahnüberführungBegriffe Bauelemente Montage Modell der Brücke Historische Ereignisse Neubau der Eisenbahnüberführung letzte Änderung: |
Alte Eisenbahnüberführung über die Ammer |
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Die Eisenbahnlinie Weilheim – Unterpeißenberg wurde in den Jahren 1860-66 erbaut. Die heutige Strecke Weilheim Peißenberg (Kursbuchstrecke 962, Streckennummer 5450) kreuzt den Fluss Ammer bei Bahn-km 1,675.
Dieser Brückentyp aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts findet sich in vielen europäischen Städten wieder. Er ist sowohl als Straßenbrücke als auch als Eisenbahnbrücke anzutreffen. |
Begriffe |
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Im Eisenbahnwesen werden sämtliche Brücken als Überführungen bezeichnet. – Der Begriff Unterführung existiert beim Eisenbahnbau nicht.
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Bauelemente |
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Im Folgenden werden die einzelnen Bauelemente einer Brücke am Beispiel der Eisenbahnbrücke über die Ammer aufgezählt: ÜberbauDer Überbau der Eisenbahnüberführung über die Ammer besteht aus den Hauptträgern, den Querträgern und den Nebenlängsträgern, auf welchen das Schwellenband mit den Schienen liegt, sowie den dreiecksförmigen Kragarmen mit Abstützungen, auf denen die beiden seitlichen Gehwege angeordnet sind. UnterbautenAls Unterbauten einer Brücke bezeichnet man Widerlager und Pfeiler. Die Unterbauten nehmen die Verkehrslasten und die Lasten des Überbaus auf und leiten diese in die Gründung ab. WiderlagerWiderlager befinden sich an den Enden einer Brücke und bilden den Übergang vom Erddamm zum Brückenüberbau. Sie übertragen die Überbaulasten auf die Gründung und nehmen den Erddruck auf die Rückseite des Widerlagers auf. Im Beispiel der Ammerbrücke wurden die Widerlager aus teilbewehrtem Stampfbeton erstellt. MittelunterstützungDie Mittelunterstützungen verringern die Stützweite des Überbaus zwischen den Widerlagern und ermöglichen damit eine geringere Bauhöhe. Sie leiten entsprechend den Stützweiten Teile der Überbaulasten in den Baugrund. Die Mittelunterstützungen werden im Beispiel der Ammerbrücke als Einzelpfeiler ausgeführt. Die Einzelpfeiler wurden aus teilbewehrtem Stampfbeton erstellt und besitzen im Grundriss eine strömungsgünstige Form. GründungDie Gründung der Widerlager und Mittelunterstützungen und Abtragung der Brückenlasten erfolgte bei der Ammerbrücke mit einer Tiefgründung (Rammpfähle aus teerölgetränktem Holz). LagerDie Lager einer Brücke sind die Kontaktpunkte zwischen Über- und Unterbau. Sie müssen so beschaffen sein, dass sie die erforderlichen Dreh- und Kippbewegungen sowie Verschiebungen ermöglichen und eine zwängungsarme Übertragung der Auflagerkräfte ermöglichen. Bei einer gelenkig gelagerten Brücke erhält jedes Brückenfeld auf der einen Seite feste, nicht bewegliche Lager, auf der zweiten Seite lose, bewegliche Lager, um Verschiebungen infolge Belastung und Temperaturausdehnung zu ermöglichen.
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Montage am Beispiel der Eisenbahnüberführung über die Ammer |
Die Haupt-, Quer- und Nebenlängsträger der Eisenbahnbrücke bestehen aus einzelnen Blechen, die über Winkelprofile miteinander zur Montage anfangs verschraubt und anschließend vernietet werden. Technisch werden die so geschaffenen Eisenträger, die aus hochwertigem Baustahl St 52 gefertigt sind, daher Blechbalken bzw. Blechträger genannt. |
Plan zum Modell der Eisenbahnüberführung über die Ammer |
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hier gibt es das Modell der Brücke von Haberl & Partner www.modellbahnkeller.de im Bausatz in 3 Segmenten (3 verschiedene Längen).
Modell der Ammerbrücke in 5 Segmenten, Bauweise: Messing Ätzplatinen 0,3mm ca. 100 Einzelteile pro Segment. |
Historische Ereignisse |
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Nach tagelangen Regenfällen rief das Landratsamt Weilheim am Sonntag den 17. Juni 1979 den Katastrophenfall aus. Bedrohlich war der Zustand einer Eisenbahnbrücke zwischen Weilheim und Peißenberg. Nachdem sie durch angeschwemmte Bäume etc. stark gefährdet war, wurde sogar kurzfristig ihre Sprengung erwogen! Jedoch wurde dieses Vorhaben aufgegeben, da die Brückentrümmer zu einem neuen, unberechenbaren Stau geführt hätten. Ab Mittwoch den 20. Juni 1979 normalisierten sich die Verhältnisse. Die Aufräumarbeiten an der Eisenbahnbrücke sind zum größten Teil beendet worden.
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Neubau der Eisenbahnüberführung über die Ammer |
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In den Jahren 1980-82 wurde es durch die Hochwasserfreiverlegung der Ammer zwischen Oderding und Unterhausen notwendig, das Flussbett der Ammer zu vertiefen und zu verbreitern. Die bisherige Fünf-Feld-Brücke, deren Hochwasserfreibord darüber hinaus unzureichend war, sowie die alten Pfeiler und Widerlager wurde in diesem Zuge abgerissen. Anstelle der Blechträgerbrücke aus dem 19. Jahrhundert wurde vom 27.07. - 27.10.1982 eine pfeilerlose Stabbogenbrücke mit parallel verlaufendem Geh- und Radweg errichtet.
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